Terror in Halle: Gaming-Scene schuld?

Jahrelang hat der deutsche Staat bei rechtem Terrors auf die Karte der Verharmlosung gesetzt und Anschläge als Taten von verwirrten Einzeltätern dargestellt. Behörden haben die rechte Scene geduldet, Aufmärsche von rechten Gruppierungen wurden genehmigt und nicht aufgelöst, wenn dort Straftaten erfolgten. Die Devise der letzten Jahre lautete: der Feind steht links.

Auch nach dem Anschlag in Halle suchen Politiker der etablierten Parteien wieder nach den Gründen, warum so etwas möglich ist. Anstatt sich selber zu hinterfragen, was insbesondere für unseren derzeitigen Innenminister von der CSU gilt, der mit Hetze gegen Flüchtlinge punkten wollte, zeigt man mal wieder auf die “üblichen Verdächtigen“, wie z.B. Videospiele und die Gaming-Scene. Man unterstellt pauschal, dass eine Unterscheidung von Fiktion und Realität bei Gamern nicht mehr möglich sei.

DIE LINKE WK lehnt diese unbegründete Mutmaßung ab und warnt vor einer Pauschalisierung oder einer Ausweitung von Kontrollen der Gaming-Scene. Wir sind der Meinung, dass es nicht irgendwelche Ego-Shooter sind, die Menschen zu solchen Taten treiben, sondern der Hass und die Hetze, die von politischen Ewiggestrigen und heimlichen Faschisten, die sich natürlich selber in der politischen Mitte sehen, z.B. auf Facebook verbreitet wird.

Gaming ist Spaß und Sport zugleich. Ob online oder zu Hause auf dem heimischen PC, beides ist ein Teil unserer Gesellschaftskultur und sollte nicht als Sündenbock für verfehlte Politik herhalten.

Hier ein Artikel auf Pcgameshardware zu dem Thema: Link

 

 

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