Mehr Freiräume für Jugendliche schaffen

Heute kann man bei RP-Online dieses Interview (Link) mit zwei jungen Erwachsenen lesen, die einen kleinen Eindruck vermitteln, was der Jugend am Herzen liegt und hier in Wermelskirchen falsch läuft.

DIE LINKE WK hat dazu eindeutige Vorstellungen.

 Kinder und Jugendliche besitzen wie junge Erwachsene ein Grundrecht auf Gleichstellung und auf Teilhabe. Dennoch wird Kinder- und Jugendpolitik mit dem Verweis auf leere Kassen vernachlässigt, Angebote werden abgebaut und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe gekürzt. Besonders präventive Angebote wie die dringend benötigten Jugendzentren sind von kommunaler Kürzungspolitik bedroht. DIE LINKE Wermelskirchen tritt diesem „Sparen am falschen Ort“ in Wermelskirchen entgegen, um gleichberechtigte Zugänge zu Bildungs- und Freizeitangeboten für alle Kinder und Jugendliche zu erhalten. Wir wollen mehr Freiräume  für Jugendliche schaffen.

 

Kinder und Jugendliche brauchen partizipativ gestaltbare Freiräume und nichtkommerzielle Spiel-, Sport- und Freizeitgelegenheiten. Dennoch fallen solche lebensweltlich orientierten und präventiv wirkenden Lernorte und Teilhabemöglichkeiten häufig dem Sparzwang zum Opfer. Gerade Kinder und Jugendliche aus armen Familien werden so in ihrer Freizeitgestaltung massiv benachteiligt. Die Politik vor Ort berücksichtigt immer weniger ihre Bedürfnisse und entscheidet an ihnen vorbei. Dabei sind aufgrund der zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung in Arm und Reich wohnortnahe kostenfreie Angebote für Kinder und Jugendliche unverzichtbar.

Die LINKE WERMELSKIRCHEN tritt ein für:

  • die besondere Förderung von Kinder- und Jugendeinrichtungen in sozial belasteten Stadtteilen. Selbstverwaltete Räume (Alternative- und Jugendzentren) wollen wir stärken. Entsprechende Angebote sollen ausreichende Sach- und Personalausstattung mit mehr Struktur- und weniger Projektförderung erhalten. Für Jugendliche müssen mehr Freiräume geschaffen werden.
  • die besondere Förderung von (barrierefreien) Spielplätzen in sozial belasteten Gebieten, die von Kindern und Jugendlichen partizipativ mitgestaltet werden. Dies schließt auch Freiflächen als zwanglose Treffpunkte für Jugendliche, außerschulische Lernorte und die Öffnung aller Schulhöfe als Spiel- und Aufenthaltsräume ein
  • die Nutzung von Sportplätzen, -hallen und Schwimmbädern unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit. Hallenbad mit niedrigen Preisen und kostenfrei nutzbare Sportstätten müssen erhalten bleiben
  • flächendeckende Einführung und Ausbau kostenloser Ferienspielaktionen und kostengünstiger Ferienfreizeiten
  • einen Kinder- und Jugendrat auf kommunaler Ebene mit Vertretungsrecht in den örtlichen Parlamenten und dessen Beteiligung an allen Kinder- und jugendrelevanten kommunalen Entscheidungen
  • das Herabsenken des Wahlalters bei Bürgerbegehren, -entscheiden und Kommunalwahlen auf 14 Jahre
  • ausreichende personelle und finanzielle Unterstützung kultureller Jugendinitiativen wie kostenlose Probe- und Versammlungsräume und gebührenfreier Zugang zu technischem Equipment und Musikinstrumenten
  • bedarfsgerechte Angebote der Kinder- und Jugendkultur als verpflichtender Bestandteil im Kinder- und Jugendförderplan
  • kostenlosen Eintritt für Kinder und Jugendliche bei allen kommunalen Angeboten
  • kostenlose Monatstickets für alle Kinder und Jugendliche unabhängig von der Entfernung zwischen Schule und Wohnort
  • eine zehnprozentige Ausbildungsquote für städtische Betriebe und Verwaltungen einschließlich Übernahmegarantie, Praktikums-Vergütungen in städtischen Betrieben und Verwaltungen
  • die Schaffung von kommunalen Aus- und Weiterbildungsverbünden unter Beteiligung der örtlichen Stellen wie Berufsschulen, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Kammern und Stadtverwaltung. Jobcenter sollen sich verpflichten, den Auszug von Jugendlichen unter 25 Jahren aus einer Bedarfsgemeinschaft generell zu genehmigen

 

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